Na shledanou!

„Und, kann man in Tschechien rumfahren? Lohnt sich das?“, werde ich nach Rückkehr in den Alltag gefragt. Man kann, es lohnt sich auch. Das Land ist ziemlich klein – alle seine 10,5 Millionen Einwohner würden locker in eine mittlere chinesische Stadt passen – man muss also etwas aufpassen, dass man nicht zu schnell durchgefahren ist. 4 Autobahnen gibt es, behauptete jedenfalls ein minderjähriger Mitfahrer, überprüft habe ich das nicht.

Weiter, immer weiter!

Nachteile des Campens

Als ich heute morgen erwachte
Mit Blick auf den See, die Sonne lachte
Stand im Wasser die Liebste nackt
Von hinten ihr Anblick eine Pracht

Ich setzte mich auf, die Sicht zu genießen
Sanft rauschten die Bäume, summten die Wiesen
Ihren Po suchte ich, und die Beene
Doch wo sie grad stand, schwammen zwei Schwäne

Und die flogen dann auch noch mit singenden Schwingen davon.

Konfuzius sagt: „Das Leben ist ein Auf und Ab!“

Ihr Lieben,

antizyklisch pinkeln lautet der Trick, um ein freies Flugzeugklo zu erwischen – der nur einen kleinen Nachteil hat: Meistens schlafen die Sitznachbarn, wenn man muss. Ich muss südöstlich des Baikals, laut Fluginfo. Mein erster Nachbar ist nachvollziehbar über der chinesisch und englisch untertitelten Heidi eingeschlafen, lange bevor das Kind zurück nach Frankfurt muss und der Almöhi in Trauer versinkt. Wir fliegen A380 mit gefühlt 5000 Passagieren, die Schlange beim Boarding in Shanghai Pudong war enorm.
China endet für mich also, wie ich es an allen möglichen und unmöglichen Orten erlebt habe: Mit schlafenden Chinesen.

Weiter geht’s!

Elektrochina

Was hat man nicht alles für Vorstellungen von Chinas Elektronikmärkten. Schier unendlich groß, eine Fülle unbekannter Geräte zu einem Spottpreis. Die Wahrheit ist viel profaner. Groß sind sie in der Tat, sie können locker mehrere Etagen eines 20geschossigen Hochhauses einnehmen. Schlendert man an den einzelnen Läden vorbei, die sich auf einer Etage dicht an dicht drängen, stellt man fest, dass es größtenteils dasselbe wie bei uns gibt.
Und dass man alles reparieren lassen kann – bei einem beträchtlichen Teil der angepriesenen Sachen handelt es sich um Displays, Mainboards, sonstige Einzelbestandteile verschiedener Smartphones, Kamerateile, elektronisch und mechanisch. Inmitten der nerdigen Utensilien thront auch oft gleich rauchend der dazugehörige Fachmann oder die Fachfrau, manchmal auch Nudeln schlürfend, an diese wendet man sich, wenn das Handy mal wieder einen Sturz nicht überlebt hat. Die Freaks können natürlich nur begrenzt zaubern, wenn nichts mehr zu retten ist, verscherbelt man im wahrsten Sinne des Wortes die Reste oder legt für ein Neugerät noch ein paar Scheine obendrauf.