Elektrochina

Was hat man nicht alles für Vorstellungen von Chinas Elektronikmärkten. Schier unendlich groß, eine Fülle unbekannter Geräte zu einem Spottpreis. Die Wahrheit ist viel profaner. Groß sind sie in der Tat, sie können locker mehrere Etagen eines 20geschossigen Hochhauses einnehmen. Schlendert man an den einzelnen Läden vorbei, die sich auf einer Etage dicht an dicht drängen, stellt man fest, dass es größtenteils dasselbe wie bei uns gibt.
Und dass man alles reparieren lassen kann – bei einem beträchtlichen Teil der angepriesenen Sachen handelt es sich um Displays, Mainboards, sonstige Einzelbestandteile verschiedener Smartphones, Kamerateile, elektronisch und mechanisch. Inmitten der nerdigen Utensilien thront auch oft gleich rauchend der dazugehörige Fachmann oder die Fachfrau, manchmal auch Nudeln schlürfend, an diese wendet man sich, wenn das Handy mal wieder einen Sturz nicht überlebt hat. Die Freaks können natürlich nur begrenzt zaubern, wenn nichts mehr zu retten ist, verscherbelt man im wahrsten Sinne des Wortes die Reste oder legt für ein Neugerät noch ein paar Scheine obendrauf.

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